| FAQ |
| Brauche ich eineN LehrerIn? Am Anfang reicht es Bücher zu lesen und sich mit anderen auszutauschen. Wer sich aber langfristig und ernsthaft mit Magie beschäftigen will, braucht LehrerInnen. Achte dabei darauf, dass Du und Deine LehrerInnen gut zueinander passen, denn Ihr werdet über Jahre zusammen arbeiten. Wer Dir eine schnelle Lösung aller Probleme gegen viel Geld verspricht, gehört nicht zu denen, die Dich wirklich unterstützen werden, egal ob es dabei um einen Liebeszauber oder einen Kurs geht. |
| Woher weiß ich, ob ich eine Hexe bin? Kaum ein Mensch wacht eines Morgens auf, um nach einem Blick in den Spiegel überrascht festzustellen, daß er oder sie sich über Nacht in eine Hexe verwandelt hat. Meist kommt erst einmal ein spannendes Buch oder ein Film daher, die uns über die Magie des Alltags nachdenken lassen. Dann gehört der Wunsch dazu, sich für’s eigene Leben verantwortlich zu erklären und auch so zu handeln. Einer der wichtigsten Sätze bei einem Ritual heißt deshalb auch: Es möge allen nützen. Die Entwicklung zum Hexesein geht oft langsam und findet meist über mehrere Jahre statt. Wenn dann die Zeit stimmt, findest Du andere Menschen, die ebenfalls Jahreszeitenfeste und andere Rituale feiern. Für den eigenen Hausgebrauch kann jeder Mensch Rituale verwenden, wenn es aber um andere Menschen geht, dann gehört eine umfassende Ausbildung dazu, die einige Jahre dauert und mit viel Zeitaufwand verbunden ist. Auch Zaubern lässt sich nicht zwischen Tür und Angel lernen. Magie ist keine Abkürzung zu Deinem Ziel, sondern ein Weg dorthin. |
| Wie erkenne ich Hexen? Ganz geheuer sind uns Hexen schließlich auch nicht, denn sie sind immer noch mit dem Bild diese bösartigen alten Weiber verbunden, die Hänsel und Gretel braten oder das süße Kind Dornröschen verfluchen. Im Alltag sind sie nicht so leicht auszumachen wie noch seinerzeit bei den Gebrüdern Grimm. Sie haben weder Warzen auf der Nase, noch laufen sie mit wallenden schwarzen Gewändern herum oder haben Raben auf der Schulter sitzen. Wer also sind Hexen? Heutige Hexen sind alltägliche Menschen in alltäglichen Berufen. Es könnte die Bäckerin an der Ecke sein oder der Verkäufer im Schuhladen oder auch die Managerin der Telefongesellschaft (zugegeben, die vielleicht weniger, wenn man sich die Telefongebühren ansieht). Beim Hexen geht es nicht nur darum, was man tut, sondern auch wie und warum. Hexen sehen sich als Teil der Natur, als Teil ihrer Mitwelt. Sie wissen, dass sie für Ihr eigenes Leben verantwortlich sind und dass alles Handeln Folgen hat (auch Nichtstun hat Folgen). Die meisten Menschen, die sich mit Ritualen beschäftigen feiern acht Jahreszeitenfeste (siehe Lexikon) und führen auch Rituale durch, wenn sie in ihrem Leben etwas in Bewegung setzen wollen. Sie glauben an Naturgeister, viele auch an die Große Göttin (siehe Lexikon) und die magische Kraft der vier Elemente. |
| Was ist der Unterschied zwischen weißer und schwarzer Magie und wieso kommt schwarze Magie sooft im Zusammenhang mit dem Wort Hexe vor? Die Bezeichnung Hexe hat heute noch einen schlechten Beigeschmack, weil wir uns an Märchenhexen erinnern, die schon vom Prinzip her böse waren. Schließlich ist es auch „schön gruselig“ sich vorzustellen, wie eine schwarze Hexe einen netten Jungen verflucht oder jemandem magisch die Schafe vergiftet. Absichtsvollen Schadenszauber gibt es, kein Zweifel – ist aber sehr selten. Meist reicht es schon, nicht wirklich ehrliche mit den eigenen Wünschen zu sein, um zumindest in den Graubereich ‚abzurutschen’. Und wer auf der Suche nach einfachen Wegen ist, den heiß ersehnten Lover an sich zu binden, ob er will oder nicht, ist auf dem besten Weg in die schwarze Magie, auch wenn sie gut gemeint sein sollte. Das Gleiche gilt für jede Art von Ritual oder anderem magischen Vorgehens, das Du ohne Einverständnis von Betroffenen durchführst. Der Inhalt ist dabei egal. Auch ein Heilritual, das ohne Zustimmung erfolgt ist schwarzmagisch. Um gleich auch noch ein letztes Vorurteil auszuräumen: Flüche sind bei der Hexerei äußerst selten. Kaum jemand macht sich die Mühe, einen anderen Menschen zu verfluchen, denn die Sicherheitsvorkehrungen, die der Fluchende für sich treffen muss, sind sehr aufwendig – und funktionieren meist eh nicht. Schließlich kommt nach einer alten Hexenregel alles dreifach zurück. Also keine Panik, schwarze Hexen gibt es seltener als man denkt, schwarze Magie ist recht anstrengend und schreckt deshalb viele ab. Weiße Magie dagegen entspricht dem natürlichen Fluss des Lebens. In diesem Fall ist es ganz angebracht, mit dem Strom zu schwimmen. |
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Woher weiß ich, ob ich mit guter oder schlechter Magie arbeite? Einen kleinen Haken hat allerdings auch die weißeste Magie: Manchmal ist es nicht ganz einfach, die schwarze von der weißen Seite zu trennen. Im Zweifelsfall gilt: Wenn Du nicht genau weißt, ob es abgesprochen ist, diesen oder jenen kleinen Zauberspruch an den Mann oder die Frau zu bringen – Hände weg! Wie bei der Elektrizität gibt es für die magische Energie, die wir „anzapfen“, kein Gut oder Böse. Schließlich interessiert sich die Elektroleitung auch nicht dafür, ob sie zu einem Kochherd oder einem elektrischen Stuhl führt. Magie ist Energie-Arbeit (sofern man sie als Arbeit bezeichnen kann), die sich einer der erstaunlichsten Energiemaschine bedient, die wir kennen: des menschlichen Geistes. Wenn Du ein Ritual durchführst, lenkst Du die im Ritual aufgebaute Energie auf Dein gewähltes Ziel. Es liegt ganz bei Dir, wie und worauf Du Energie schickst. Erst hier beginnt schwarze oder weiße Magie. Sie sind eng mit Deiner Absicht verbunden. |
| Was haben Hexen mit Teufelanbetung zu tun? Gar nichts. Leider kann es trotzdem passieren, dass Du von Leuten, die keine Ahnung vom Thema haben mit Sekten oder Teufelsanbetern über einen Kamm geschoren wirst. An dieser Stelle deshalb einige Anmerkungen zu einem weit verbreiteten Missverständnis. Seit der Hexenverfolgung hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass Hexen hätte etwas mit dem Teufel zu tun. Der erste Unsinn an der Sache besteht darin, dass Hexen gar nicht an den Teufel glauben, der erst aus der christlichen Tradition entstanden ist. Dem Bild des Teufels kommt in den alten Religionen der gehörnte Gott Pan am nächsten, der mit seinem wilden Flötenspiel und seinen Grimassen die Tierherden am Fuße des Olymps in Panik versetzt. Der Teufel und die Magie haben nichts miteinander zu tun. Sicher benutzen die modernen Teufelsanbeter eine ganze Reihe von Symbolen, die Hexen wie ich in ihrer Arbeit auch verwenden: das Kreuz, das Pentagramm (fünfzackiger Stern), Kerzen und Räucherwerk. All diese Dinge gehören zu den verschiedensten Religionen. Um noch einmal auf das Beispiel mit dem elektrischen Strom zurückzukommen: Jedes Symbol, jede Handlung kann verdreht und missbraucht werden. Wahre Hexen haben mit Teufelsanbetern keinerlei Gemeinsamkeiten. |
| Der magische Tipp |
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Imbolg Der Frühlingsanfang bringt neues Leben ins Jahr. Mit Schwimmkerzen ehrst du die Feuer- und Quellgöttin Brigid. Bitte um Inspiration und neue zündende Ideen. |



